Kommunizieren – einfach.schwer.schön
45 Teilnehmer aus dreizehn von 23 Gemeinden fanden sich am 03.09.2011 in der EFG Bensheim zum Bezirkstag Rhein-Main 2011 ein. In das Thema führte Pastor Martin Seydlitz aus der EFG Oldenburg ein und nahm die Anwesenden mit praktischen Beispielen und getroffenen Formulierungen in die Fragestellungen „Wie
entstehen in unseren Gemeinden typischerweise Konflikte? Wie spitzen sie sich zu? Welche Wege zu Lösungen lassen sich aufzeigen und wie kann man Konflikten vorbeugen?“ hinein. Es wurde deutlich, dass Konflikte keine einfachen Freunde sind, dass man sie sich aber auch nicht zu Feinden machen sollte. Anhand eines konkreten Konfliktes wurde Spannung zwischen den Werten, Überzeugungen und Erkenntnissen der am Konflikt beteiligten Parteien deutlich und so eine Grundlage für mehr gegenseitiges Verstehen gelegt. Das Referat wurde durch zwei persönliche Austauschrunden über eigene Erfahrungen mit einem Gemeindekonflikt unterbrochen. Dabei ging es auch darum, die Chancen zu sehen und zu benennen, die sich durch den Konflikt für die Gemeinde ergeben haben.
Am Nachmittag setzten sich alle nach einer Vorstellung der Möglichkeiten zur Beratung durch den Dienstbereich Gemeindeentwicklung in Bewegung: Im Round-Robbing-Verfahren gab es bei drei Anlaufstellen etwas zu lernen:
• Wertschätzende Kommunikation in der Gemeindeleitung: Wie fühlt sich das an? Wie ticken Leitungsgremien? Die kurze Antwort lautet „schnell“ – schnelle Beschlüsse, schnelle Umsetzungen. Was passiert bei einer Beratung? Sie verlangsamt Prozesse. Darin liegt eine gewisse Spannung.
• Aufschlussreich war auch die konkrete Hilfestellung anhand des Ich-Zustandsmodells aus der Transaktionsanalyse von Eric Berne, um in Konfliktsituationen den Durchblick durch die vielschichtigen emotionalen Befindlichkeiten und Reaktionen zu behalten oder zu gewinnen und als Leitender deeskalierend zu reagieren.
• Die EFG Hanau ließ an ihren Erfahrungen mit Gemeindeberatung teilhaben. Wie kam es dazu? Was hat die Gemeinde dabei erlebt? Was hat sich verändert und welche Prozesse sind durch die Beratung in Gang gekommen? Das war mutmachend!
Die Informationen und Angebote aus GJW und Landesverband wurden in diesem Jahr ergänzt durch die Vorstellung der SOLA-Arbeit der EFG Kelsterbach. Wer Interesse hat, in der eigenen Gemeinde ein SOLA (Sommerlager) durchzuführen, kann sich gerne an Sabine Schmidt wenden.
Ulrich Nikesch wurde in diesem Jahr als Bezirksleiter Rhein-Main mit einem Dank für sein engagiertes Voranbringen der Bezirksarbeit verabschiedet. Leider konnten keine neuen Mitglieder für die Bezirksleitung gewonnen und gewählt werden, so dass zwei der insgesamt sieben Plätze unbesetzt bleiben.
Die Gemeinde Bensheim war ein hervorragender Gastgeber und die Pausen wurden eifrig für Austausch und Gemeinschaft genutzt. Pastor Klaus Koch beendete den gelungenen Tag mit Gebet und Segen für Abgeordnete, Gemeinden und erkrankte Pastoren.
Weitere Details zum Tag können gerne unter leitung@hessen-siegerland.de erfragt werden.
Annette Steup
(Bild Kommunikation © iQoncept – Fotolia.com – Bild Tafel © Doc RaBe – Fotolia.com)
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